Literatur

Literatur

Literatur ist wesentlicher Bestandteil unserer Kulturen. Literatur kann tiefe Einblicke in das Leben auch in anderen, vielleicht fremden Kulturen geben. ÖTZ hat bereits am Hörbuch ‚Kopfreisen nach Istanbul‘ und verschiedenen Lesungen daraus in Istanbul und Wien an der Literatur-Vermittlung aktiv beteiligt.

Nun stellen wir auf unsere Website zwei Betrachtungen über die türkische Literatur vor:
Ahmet Arpad, Übersetzer vieler großer Werke auch österreichischer Autorinnen und Autoren hat uns eine aus dem Jahr 2009 stammende ‚Begegnung mit türkischer Literatur‘ zur Verfügung gestellt.
‚ELit – Europäischer Literaturhaus‘ hat auf unsere Vermittlung einen Text von Efre Murad (ins Deutsche übersetzt von Berk Kristal) publiziert.

Schau’n Sie sich das an!

Visualität, Nicht-Handeln Und Found Footage In Heves:

Neue Trends in Zeitgenössischer Türkischer Poesie (2003-2010)

Übersetzung: Berk Kristal

Experimentieren ist kein Novum in der Poesie und ist nicht bloß auf die europäische
Avantgarde des frühen 20. Jh. beschränkt. Jedes Experiment in verschiedenen literarischen
Kontexten ist ein neues Erlebnis. Was die Schnitttechnik von Burroughs und Gysin
beispielsweise von der dadaistischen Montage unterschied, war nicht die Technik an sich,
sondern der neue intellektuelle oder literarische Austragungsort, den sie in verschiedenen
literarischen Kontexten eröffnete. Der Indo-Persische Strömung von Sebk-i Hindī (der
sogenannte indische Stil) fand damals neue Bedeutungen in der osmanischen Hof-Poesie
(dīvān) im 17. Jh. und erweiterte die semantischen Konnotationen der klassisch-persischen
mażmūn (komplexe, metaphorische Bildsprache) ins Absurde und Unaussprechliche. In
diesem Zusammenhang ist das wahrscheinlich wichtigste Zeugnis vorigen historischen
Experimentierens im westlichen Kanon, abgesehen vom europäischen Avantgarde-Kontext,
Pattern Poetry: Guide to an Unknown Literature (1987) von Dick Higgings.

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20. Juni 2009, Veranstaltung von ver.di Stuttgart

Eine Begegnung mit türkischer Literatur

Ahmet Arpad

Die Literatur der türkischen Nomaden

Die schriftliche und mündliche türkische Literatur vor der Annahme des Islams trägt
die Spuren der Nomadenkultur. Die Natur, die Beziehung zwischen Natur und
Mensch, Kriege, Siege und Niederlagen, Katastrophen, Heldentaten und die Liebe zu
Frauen und zum Vaterland gehören zu den wichtigsten Themen der Werke aus
dieser Zeit. Die ersten und wichtigsten mündlichen Werke sind Sagen, die bei
religiösen Zeremonien und bei Siegesfeiern gesungenen Klagelieder, Liebes- und
Naturgedichte und Sprichwörter bilden weitere mündliche Werke der türkischen
Literatur. Diese mündlichen Werke beruhen auf chinesischen, arabischen und
iranischen Quellen.

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